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Buchkunst-Wolper: Über mich - BuchKunst Florian Wolper

Architect
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ÜBER MICH

ARCHIVBETREUUNG - KONSERVIERUNG - RESTAURIERUNG - BIBLIOPHILIE
ÜBER FLORIAN WOLPER

Schon in seiner Kindheit hatten ihn mittelalterliche Handschriften fasziniert. Seitdem war es sein Wunsch, diese frühen Schriftstücke zu erhalten. Für das Studium musste er damals drei Jahre Praktikumszeit sammeln. In folgenden Werkstätten konnte er seine ersten Erfahrungen sammeln:

  • Schiller-Nationalmuseum und Deutsches Literaturarchiv in Marbach am Neckar,
  • Österreichische Nationalbibliothek in Wien,
  • Albertina in Wien,
  • Atelier Strebel in Hunzenschwil,
  • Generalatshaus der Zisterzienser in Rom.

Um sein Wissen über die Mechanik von Büchern und Einbänden zu erweitern, entschied er sich, eine Buchbinderlehre in der Fachrichtung Einzel- und Sonderfertigung zu absolvieren. Seine anstrengende und lehrreiche Ausbildung absolvierte er bei:

  • Buchbinderei Steckeler, Lehrmeister: Franz Steckeler.

Die Arbeit bestand zum grössten Teil aus dem Binden von Sprungrückenbänden, eine Technik, die heute kaum noch ein Buchbinder beherrscht.
Nach seinem Abschluss als Innungsbester arbeitete er ein Jahr lang als Geselle in der Buchbinderei Pantele. Hier lag der Arbeitsschwerpunkt bereits auf bibliophilen Einzelstücken und Restaurierungen. Danach konnte er in München an der Bayerischen Staatsbibliothek seine Ausbildung zum Restaurator beginnen:

  • Fachakademie zur Ausbildung von Restauratoren, Institut für Buchrestaurierung, Bayerische Staatsbibliothek München

Die Besonderheit dieser Ausbildung bestand darin, dass die Studierenden von Beginn an mit Originalen arbeiten mussten, um das Studium zu finanzieren. Daher war die Ausbildung sehr praxisorientiert. Zudem war eine erfolgreich abgeschlossene Lehre Voraussetzung für die Zulassung zum Studium. So konnte auf eine solide Ausbildung aufgebaut werden.

Er schloss die Ausbildung erfolgreich ab und erhielt den Bayerischen Meisterpreis.

Danach erhielt er eine Anstellung im Atelier Strebel in der Schweiz. Schon bald restaurierte er die komplexesten Schäden an Büchern der letzten 1000 Jahre. Zudem spezialisierte er sich auf die Festigung von Pigmenten und Farbschollen. Nach mehreren Jahren wurde er dort zur Werkstattleitung befördert. Fortan war er für die technische Leitung und Unterweisung der Kollegen zuständig. Parallel dazu absolvierte er diverse Fortbildungen in den Bereichen Einbandrestaurierung, Dokumentation und moderne Untersuchungsmethoden. Zu seinen Tutoren gehörten unter anderem:

  • Dag Ernst Petersen
  • Prof. Dr. Banik
  • Ana Beny
  • Jeaff Peachy
  • Nicolas Pickwoad
  • Rémy Dreyfuss-Deseigne
  • Peter Weiersmüller
  • Jean-Luc Honegger

Vier Jahre lang arbeitete er für das Staatsarchiv Zürich als Teamleiter und stellvertretender Abteilungsleiter der Bestandserhaltung. Dort unterrichtete er Praktikanten, Studenten, Kollegen und Berufsbildner.
Heute, nach mehr als 25 Jahren Berufserfahrung, arbeitet er als freischaffender Restaurator und Dienstleister für Archive und Bibliotheken. Nebenbei unterrichtet er an der Volkshochschule Inzigkofen Buchbinden.
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